CELT document D103006

Die irischen Triaden (nach Kuno Meyer)

Witness list

  • L: The Yellow Book of Lecan (=gelbes Buch von Lecan), pp. 414b–418a
  • B: The Book of Ballymote (=Buch von Ballymote), pp. 65b–66b.
  • M: The Book of Húi Maine (=Buch von Húi Maine), fo. 190a–fo. 191a.
  • Lec: The Book of Lecan (=Buch von Lecan), also referred to as H by Meyer (H 2 17 p.186b ends p. 184b Trinity College)
  • N: 23 N 10, pp. 98–101.
  • H1: H 1 25, pp 946–957.
  • S: Stowe Collection, 23 N 27, fo. 1a–7b.

Die irischen Triaden

(nach The Triads of Ireland; Edition Kuno Meyer; Todd Lecture Series XIII. Dublin, 1906)

Introduction von Fergus Kelly zu Irish Wisdom Classic Irish Triads, The Appletree Press Ltd., Belfast 1993

Die Anordnung von Ideengut in Dreiergruppen ist altbewährt und praktisch. Folglich finden wir Beispiele der Triadenform in praktisch allen vorliegenden Literaturen, seien sie mündlich oder schriftlich übermittelt. Unter den keltischsprachigen Völkern scheinen Triaden besonders populär gewesen zu sein. Sie waren ein markantes Charakteristikum der einheimischen mündlichen Überlieferung in Irland, Schottland, Wales und in der Bretagne. Viele dieser Triaden waren geistreich, mit einer amüsanten Klimax – oder einer Antiklimax – im dritten Element. Die Technik kann an einer schottisch-gälischen Triade des letzten Jahrhunderts dargestellt werden: “Die drei angenehmsten Dinge, die ich je hatte: meine Mutter, mein Heim und meine Geldbörse.”

In vielen irischen Triaden des gleichen Zeitraums finden sich humorvolle Sticheleien über weibliches Benehmen – oder, in einigen Fällen, über die männliche Unfähigkeit, damit zurechtzukommen. Abermals ist das dritte Element eine Antiklimax wie im folgenden Beispiel: “Es gibt drei Arten von Männern, die Frauen nicht verstehen: junge Männer, alte Männer und mittelalte Männer.” Schwiegermütter sind das Ziel von Triaden, die aus vielen Teilen Irlands mündlich überliefert sind: “Die drei schärfsten Dinge der Welt: der Blick einer Katze auf eine Maus, der Blick eines Maurers auf einen Stein, der Blick einer Schwiegermutter auf ihre Schwiegertochter.”

Wenn wir weiter in der Zeit zurückgehen, so ist uns in frühen Handschriften aus Irland und Wales eine vergleichbar reiche Überlieferung an Triaden bezeugt. Die wichtigste walisische Sammlung ist in Manuskripten des 13. und 14. Jahrhunderts zu finden. Sie enthält aber Triaden, die viele Jahrhunderte älter sind. Die wichtigste irische Sammlung – aus der die hier vorliegende Auswahl stammt – stammt etwa aus dem 9. Jahrhundert. Sie enthält 214 Triaden, sowie einige Dyaden (zwei Elemente), Tetraden (vier Elemente) und Nonaden (neun Elemente). Eine Übersetzung der vollständigen Sammlung wurde von dem großen deutschen Gelehrten Kuno Meyer 1906 veröffentlicht. Sie ist ist aber schon lange nicht mehr erhältlich. Eine neue Edition wird durch die School of Celtic Studies, Dublin Institute for Advanced Studies, vorbereitet.

Einige dieser Triaden werden aus der mündlichen Tradition des 9. Jahrhunderts stammen. Im allgemeinen aber handelt es sich um eine literarische Ausformung. Vermutlich ist der Großteil das Werk eines einzigen Autors. Sein Ziel war es wohl, die unterschiedlichen Aspekte des Lebens zu beschreiben, wie er es um sich herum sah. Manchmal enthalten seine Betrachtungen keine Moral: Er ist lediglich ein neutraler Aufzeichner natürlicher Erscheinungen oder menschlicher Eigenheiten. Aber des Öfteren nimmt er einen festen ethischen Standpunkt ein und benutzt die Triadenform, um seine Missbilligung von Untugenden wie Gier, Lust, Fresssucht und Faulheit auszudrücken. Insbesondere geißelt er die Verletzung der guten Sitten und der Etikette. Wir können auf diese Weise von ihm lernen, wie sich ein Mensch in der irischen Gesellschaft des 9. Jahrhunderts zu verhalten hatte. Im Gegensatz zu einigen Triaden aus der jüngeren Volkstradition zeigen seine Triaden im allgemeinen Respekt vor der weiblichen Sicht der Dinge. In der Tat drückt eine der in dieser Auswahl enthaltenen Triaden in bemerkenswert sympathischer und empfindsamer Weise das Los der Frauen aus: “Drei Tropfen einer verheirateten Frau: ein Blutstropfen, ein Tränentropfen, ein Schweißtropfen.”

Wie bei vielen anderen Moralisten auch sind die Betrachtungen des Autors manchmal eher banal. Er kann jedoch auch prägnant und hintergründig sein. Gerne verknüpft er Bilder aus der Natur mit einigen Aspekten des menschlichen Verhaltens, wie z.B. in: “Drei Reichtümer an unwirtlichen Orten: eine Quelle an einem Berg, Feuer aus einem Stein schlagen, Reichtum im Besitz eines knausrigen Mannes.”

Technisch weisen die Triaden eine ganze Anzahl interessanter Punkte auf. Die Triade, die ich gerade erwähnt habe, ist ein Beispiel für einen der beliebtesten Kunstgriffe des Autors; den Gebrauch des Paradoxons. In diesem Falle ist der Autor eindeutig von dem Paradoxon fasziniert, dass sich zwei lebensspendende Elemente – Wasser und Feuer – in scheinbar lebloser Umwelt, wie einem Berg oder einem Stein befinden. Er verbindet diese Idee mit einem weiteren Paradoxon, dem Reichtum eines Mannes, der zu knauserig ist, um mit seinem Reichtum auch anderen Menschen zu nutzen. Ein weiterer Kunstgriff, den der Autor liebt, ist die Anordnung seiner Triaden in kontrastierenden Paaren. Dieses Merkmal kann man an einigen Triaden der vorliegenden Auswahl erkennen, zum Beispiel folgen auf “Drei jugendliche Schwestern” die “Drei älteren Schwestern”.

Ich hege keinen Zweifel daran, dass sich der moderne Leser von dieser kleinen Auswahl irischer Triaden sowohl unterhalten als auch zum Denken anregen lässt.

Die Triaden der von Fergus Kelly in Irish Wisdom; Classic Irish Triads aufgeführten Auswahl werden in dieser Gesamtaufstellung mit “K” gekennzeichnet.


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The Triads of Ireland

German translation

Edited by Kuno Meyer

Die irischen Triaden (nach Kuno Meyer)

Die irischen Triaden

[1] Das Haupt von Irland: Ardmacha [Armagh].

[2] Die Würde von Irland: Clúain Maic Nóis [Clonmacnoise].

[3] Der Wohlstand von Irland: Clúain Iraird [Clonard].

[4] Das Herz von Irland: Cell Dara [Kildare].

[5] Der Vorrang von Irland: Bennchor [Bangor].

[6] Der Trost 1 von Irland: Lusca [Lusk].

[7] Der Sport von Irland: Cenannus [Kells].

[8] Die zwei Augen von Irland: Tamlachta [Tallaght] und Findglais [Finglas].

[9] Der Zufluchtsort von Irland: Cairnachs Haus an der Straße von Asal (Eselstraße) 2.

[10] Die Reinheit von Irland: Inis Cathaig [Scattery Island].

[11] Die Abtei-Kirche von Irland: Glenn Dá Locha [Glendalough].

[12] Die Rechtswissenschaft von Irland: Clúain Úama [Cloyne].

[13] Das Haus der Löhne 3 von Irland: Ferna [Ferns].

[14] Das Singen der Litanei von Irland: Less Mór [Lismore].

[15] Die Überlieferungen von Irland: Imblech Ibair [Emly].

[16] Die Rechtssprache von Irland: Corcach [Cork].

[17] Die Bildung von Irland: Ross Ailithre [Roscarbery].

[18] Der Mutwille von Irland: Tír Dá Glas [Terryglas].

[19] Die spirituelle Führung von Irland: Clúain Ferta Brénainn [Clonfert].

[20] Der Fluch von Irland: Lothra [Lorrha].

[21] Die Rechtsprechung von Irland: Sláine [Slane].

[22] Der Ernst der Frömmigkeit von Irland: Fobur Féichín [Fore].

[23] Das Entzücken von Irland: Ard mBreccáin [Ardbracken].

[24] Die Einfachheit 4 von Irland: Ross Commáin [Roscommon].

[25] Das Willkommen von Irland: Ráith mBoth [Raphoe] oder Druimm Lethan [Drumlane].

[26] Die Barmherzigkeit von Irland: Dún Dá Lethglas [Downpatrick].

[27] Die […] von Irland: Dairchaill  5.

[28] Die Beständigkeit von Irland: Mag mBile [Moville].

[29] Das Martyrium von Irland: Tulen [Dulane].

[30] Die Schande von Irland: Cell Ruaid (Ruads Kirche) 6.

[31] Die Sittsamkeit von Irland: Lann Ela [Lynally].

[32] Die drei Orte von Irland zum Niederlassen: Daire Calgaig [Derry], Tech Munna [Taghmon], Cell Maignenn [Kilmainham].

[33] [kein Text vorhanden].

[34] Die drei Steingebäude von Irland: Ardmacha [Armagh], Clúain Maic Nóis [Clonmacnoise], Cell Dara [Kildare].

[35] Die drei Jahrmärkte von Irland: der Jahrmarkt von Tailtiu [Teltown], der Jahrmarkt von Crúachu [Croghan], der Jahrmarkt von Colman Elo.

[36] Die drei Festungen von Irland: Dún Sobairche [Dunseverick], Dún Cermna, 7 Cathair Chonrúi [Cathir Conree].

[37] Die drei Berge von Irland: Sliab Cúa [Slieve Gua], 8 Slíab Mis [Slieve Mis], Slíab Cúalann [Slieve Cualann]  9.

[38] Die drei Erhebungen von Irland: Croagh Patrick, Ae Chualann, 10 Benn Boirche 11.

[39] Die drei Seen von Irland: Loch nEchach [Lough Neagh], Loch Rí [Lough Ree], Loch nErni [Lough Erne].

[40] Die drei Flüsse von Irland: Sinann [Shannon], Bóand [Boyne], Banna [Bann].

[41] Die drei Ebenen von Irland: die Ebene von Mide [Meath], von Mag Line [Moylinny], von Mag Lifi [Moy-Liffey] 12.

[42] Die drei dunklen Orte von Irland: die Höhle von Uam Chnogba [Knowth], von Uam Slángae [Slaney], von Ferna [Ferns].

[43] Die drei öden Orte von Irland: Fid Mór (Großer Wald) in Cúailgne [Coolney], Fid Déicsen (Wald der Spione) in Tuirtri, 13 Fid Moithre (Wald von Moher) in Connaught [Connacht].

[44] Die drei unglücklichen Orte von Irland: die Abtei von Bennchor [Bangor], die Abtei von Lann Ela [Lynally], das Königreich von Mugdorn Maigen. 14

[45] Die drei Bösen von Irland: die Cecraige, 15 die Glasraige, Benntraige 16.

[46] Die drei angenehmsten Orte von Irland: das Amt des Abtes von Lusca [Lusk], das Königreich der drei Cúalu, 17 das Amt des stellvertretenden Abts von Ardmacha [Armagh].

[47] Die drei Strände von Irland: der Strand von Ross Airgit, 18 der Strand von Ross Teiti, der Strand von Baile 19.

[48] Die drei Furten von Irland: Ath Cliath (Hürdenfurt), Athlone (die Furt von Luan), Ath Caille (Waldfurt). 20

[49] Die drei Heerstraßen von Irland: Slige Dála, 21 Slige Asail [s. Nr. 9], Slige Luachra. 22

[50] Die drei Bergpässe von Irland: Belach Conglais [Baltinglass], der Pass von Limerick, der Pass von Dublin.

[51] Die drei Bergrücken von Irland: Druim Fingin, Druim nDrobeóil, Druim Leithe. 23

[52] Die drei Ebenen von Irland: Mag mBreg [Moy Bray], Mag Crúachan [Moy Croghan], Mag Life [Moy Liffey].

[53] Die drei Auen von Irland: Clúain Maic Nóis [Clonmacnoise], Clúain Eois [Clones], Clúain Iraird [Clonard].

[54] Die drei Haushalte von Irland: der Haushalt von Temair [Tara], der Haushalt von Caisel [Cashel], der Haushalt von Crúachu [Croghan].

[55] Die drei Wasserfälle von Irland: Ess Rúaid [Assaroe], Eas Danainne [Doonass], 24 Eas Maige  25.

[56] Die drei Felder (?) von Irland: das Land von Ráith Laideniáin [Rathlynan], Slíab Commáin [Slieve Comman], Slíab Mancháin [Slieve Manchain].

[57] Die drei Quellen von Irland: die Quelle des Dési, die Quelle von Uarbél, 26 die Quelle von Uarán Garaid.

[58] Die drei unebensten Orte von Irland: Breifne [Breffny], Bairenn [der Burren], Bérre (a. Béirre, Béire) [Beare; Beara].

[59] Die drei Flussmündungen von Irland: Inver na mBarc, 27 Inver Féile, 28 Inver Túaige. 29

[60] Die drei auffälligen Orte von Irland: Cuchulinns Sprung, 30 Dún Cáin [Dunquin], Srub Brain [Sruve Brain]. 31

[61] Die drei bekannten Orte 32 von Irland: Tráig Lí [Tralee], Lúachair Dedad [Logher], Slíab Fúait [die Fews].

[62] Drei Wunder im Zusammenhang mit der Táin Bó Cuailnge [dem Raub der Rinder von Coolney]: dass der cuilmen an ihrer Stelle nach Irland kam; ein Verstorbener hat sie dem Lebenden erzählt, d.h. Fergus mac Róig hat sie dem Dichter Ninníne zur Zeit von Cormac mac Fáeláin erzählt; einen einjähriger Schutz für den, dem sie vorgetragen wird.

[63] Die drei Heiligtümer der Männer von Irland: Brust, Wange, Knie.

[64] Die drei unglücklichen Dinge für einen Mann: ein karger Schluck Wasser, Durst in einem Wirtshaus, ein enger Sitz auf einem Feld.

[65] Drei unglückliche Dinge der Landwirtschaft: ein schmutziges Feld, Reste von Hürden, ein Haus voller Funken.

[66] Drei verbotene Dinge einer Kirche: eine Nonne, die die Glocke läutet, ein Spätgeweihter als Abt, ein Tropfen auf dem Altar.

[67] Drei Freuden, auf die Kummer folgt: die eines Freiers, die eines Diebes, die eines Zuträgers. K

[68] Drei Kummer, die besser als Freude sind: die Schwere einer gemästeten Herde, die Schwere eines reifen Feldes, 33 die Schwere eines Waldes unter der Last der Früchte.

[69] Drei Freuden, die schlimmer als Kummer sind: die Freude eines Mannes, der einen anderen betrogen hat, die Freude eines Mannes, der meineidig geworden ist, die Freude eines Mannes, der Vatermord begangen hat. 34 K

[70] Die drei schlimmsten Willkommen: Handarbeit im selben Hause mit den Haushaltsangehörigen, siedendes Wasser auf den Fuß, salziges Essen ohne Wasser.

[71] Drei unselige Dinge für den Sohn eines ärmlichen Bauern: in die Familie eines Freisassen einheiraten, sich dem Gefolge eines Königs anschließen, mit Dieben verkehren.

[72] Drei unselige Dinge für einen Haushaltsvorstand: einer schlechten Frau einen Heiratsantrag machen, einem schlechten Herrn dienen, schlechtes Land eintauschen. K

[73] Drei hervorragende Dinge für einen Haushaltsvorstand: einer guten Frau einen Heiratsantrag machen, einem guten Herrn dienen, gutes Land eintauschen. K

[74] Drei Feiertage 35 eines landlosen Mannes 36 der Besuch im Haus eines Grobschmieds, der Besuch im Haus eines Zimmermanns, Kauf ohne Bindung.

[75] Drei dünne Dinge, die die Welt am besten fördern: der dünne Milchstrom aus der Zitze einer Kuh in den Eimer, der dünne Halm von grünem Korn über dem Boden, der dünne Faden über der Hand einer geschickten Frau.

[76] Drei Hände, die die besten der Welt sind: die Hand eines guten Zimmermanns, die Hand einer geschickten Frau, die Hand eines guten Schmiedes. K

[77] Drei Dinge, die für Gerechtigkeit erforderlich sind: Urteil, Bemessung, Gewissen. K

[78] Drei Dinge, die für ein Urteil erforderlich sind: Weisheit, Scharfsinn, Wissen. K

[79] Drei Charakteristiken der Begierde: Geseufze, Verspieltheit, 37 Besuche.

[80] Drei Dinge, für die ein Feind geliebt wird: Wohlstand, Schönheit, Redlichkeit. 38 K

[81] Drei Dinge, für die ein Freund gehasst wird: unbefugtes Eintreten, 39 Abseitsstehen, 40 Nutzlosigkeit. K

[82] Drei gemeine Dinge auf der Welt: ein Jüngling, der einen alten Mann verspottet; ein gesunder Mensch, der einen Körperbehinderten verspottet; ein weiser Mann, der einen Narren verspottet. K

[83] Drei taube Dinge auf der Welt: einen Verurteilten warnen, einen Bettler verspotten 41, eine lose Frau von der Lust abhalten.

[84] Drei schöne Dinge, die Hässlichkeit überdecken: gutes Benehmen bei einem Unglücklichen, Geschick bei einem Leibeigenen, Weisheit bei einem Missgestalteten.

[85] Drei hässliche Dinge, die Schönheit überdecken: eine süß-muhende Kuh ohne Milch, ein schönes Pferd ohne Schnelligkeit, ein schöner Mensch ohne Bedeutung.

[86] Drei Funken, die Liebe entzünden: Gesicht, Auftreten, Sprache. K

[87] Drei Pfänder zur Nutznießung: das einer Frau, eines Pferdes, von Salz. K

[88] Drei Herrlichkeiten eines Zusammenseins: eine schöne Frau, ein gutes Pferd, ein flinker Hund. K

[89] Drei Kunstfertigkeiten Irlands: eine kunstvolle Strophe, eine Melodie auf der Harfe 42, ein Gesicht rasieren.

[90] Drei unfeine Dinge: Geschichten unterbrechen, boshaftes Spiel, Scherzen bis zum Erröten. K

[91] Drei Lächeln, die schlimmer als Kummer sind: das Lächeln von Schnee, wenn er schmilzt, das Lächeln deiner Frau 43 zu dir, wenn ein anderer Mann bei ihr war, 44 das Grinsen eines Jagdhundes, der bereit ist, dich anzuspringen. 45 K

[92] Drei Tode, die besser sind als das Leben: der Tod eines Lachses, der Tod eines fetten Schweins, der Tod eines Räubers. 46

[93] Drei Wenigkeiten, die besser sind als das Viele: das Wenige eines ausgezeichneten Wortes, das Wenige von Kühen beim Grasen, das Wenige eines Freundes beim Bier. 47 K

[94] Drei kummervolle Dinge in einem Bierhaus: der Mann, der das Festgelage ausrichtet, der Mann, für den es ausgerichtet wird, der Mann, der trinkt, ohne davon genug zu bekommen. 48

[95] Drei Gegenstände des Gelächters: ein zorniger Mann, ein eifersüchtiger Mann, ein Geizhals. K

[96] Drei Verderben eines Reiches: ein lügender Herrscher, ein falscher Richter, ein wollüstiger 49 Priester. K

[97] Drei Bereitstellungen im Haus eines guten Mannes: Bier, Bad, großes Feuer. K

[98] Drei Bereitstellungen im Haus eines schlechten Mannes: Streit vor dir, Beklagen bei dir, sein Jagdhund ergreift dich. 50

[99] Drei Ausrufe im Haus eines guten Kriegers: Der Ausruf des Verteilens, der Ausruf des Niedersetzens, der Ausruf des Aufstehens.

[100] Drei Dunkelheiten, in die eine Frau nie gehen sollte: die Dunkelheit des Nebels, die Dunkelheit der Nacht, die Dunkelheit eines Waldes.

[101] Drei Balken der Prahlerei: 51 sich selbst verpfänden, disputieren, Gezänk.

[102] Drei Kennzeichen der Prahlerei: 52 lange Besuche, Starren, dauerndes Fragen. K

[103] Die drei Zeichen eines Wirrkopfs: die Spur seines Kammes in seinem Haar, die Spur seiner Zähne in seiner Speise, die Spur seines Stocks 53 hinter ihm. K

[104] Drei unfeine Prahlereien: Ich bin auf deiner Spur; ich bin auf dir herumgetrampelt; ich habe dich mit meiner Kleidung genässt.

[105] Drei lebende Dinge, die tote Dinge abwerfen: Rotwild, das sein Geweih abwirft; ein Wald, der sein Laub abwirft; Rinder, die ihr Fell abwerfen. 54

[106] Drei Orte in Irland, die dich beginnen lassen: Tulach na n-Epscop, 55 Achad Deo, 56 Duma mBuirig.

[107] Drei Wunder von Irland: das Grab des Zwergs, 57 das Grab von Eothuile [Trawohelly], 58 ein nahes Echo. 59

[108] Drei Kapellen von Irland: die Kapelle von Birra [Birr], die Kapelle von Clúain Eidnech [Clonenagh], die Kapelle von Leithglend [Leighlin].

[109] Drei Maiden, die zu Hass Unglück bringen: Geschwätz, Faulheit, Unaufrichtigkeit. K

[110] Drei Maiden, die zu Liebe Glück bringen: Schweigen, Fleiß, Aufrichtigkeit. K

[111] Drei Schweigen, die besser sind als Reden: Ruhe während einer Unterweisung, Ruhe während der Musik, Ruhe während einer Predigt.

[112] Drei Reden, die besser sind als Schweigen: einen König zu einer Schlacht anspornen, Wissen verbreiten (?), 60 Lob nach Belohnung. 61

[113] Drei unmögliche Aufforderungen: Gehe, obwohl Du nicht gehen kannst; bringe, was du nicht hast; tu, was du nicht tun kannst.

[114] Drei Narren, die in einem schlechten Gasthaus sind: das andauernde Husten einer alten Vettel, das hirnlose Geschnatter eines Mädchens, der Knirps von einem Burschen.

[115] Die drei Hauptsünden: Habgier, Gefräßigkeit, Wollust. K

[116] Drei Dinge, die einen Possenreißer ausmachen: seine Wangen aufblasen, seinen Sack aufblasen, seinen Bauch aufblasen. K

[117] Drei Dinge, die einen Kammmacher ausmachen: für einen Knochen hinter einem Hund herrennen, das Horn eines Schafbocks mit seinem Atem geradebiegen, auf einem Misthaufen singen, sodass alle Geweihstangen und Knochen und Hörner, die darin liegen, herauskommen.

[118] Drei Dinge, die einen Zimmermann ausmachen: etwas ohne Berechnung (?) ohne Krümmung (?) zusammenfügen, Behändigkeit mit dem Zirkel, ein wohlabgemessener Schlag.

[119] Drei Dinge, die einen Arzt ausmachen: eine vollständige Heilung, keinen Makel zurücklassen, eine schmerzlose Untersuchung.

[120] Drei Dinge, die einen Grobschmied ausmachen: Nethins Spieß, der Kochherd der Morrigan, der Amboss des Dagda. 62

[121] Drei Dinge, die einen Kunsthandwerker ausmachen: eine Kette flechten, eine Mosaikkugel, 63 eine Schneide an einer Klinge.

[122] Drei Dinge, die einen Harfenspieler ausmachen: eine Melodie zum Weinen, eine Melodie zum Lachen, eine Melodie zum Schlafen. 64 K

[123] Drei Dinge, die einen Dichter ausmachen: “Wissen, das erleuchtet”, “teinm laeda”, 65 Improvisation.

[124] Zwei bedrohliche Rufe des Unglücks: Prahlen mit dem ersten Totschlag und darüber, dass deine Frau bei einem anderen Mann ist.

[125] Drei Dinge, die Ärger bringen: Pfügeland gemeinsam bewirtschaften, Leistungen gemeinsam ausführen, Bündnis durch Heirat.

[126] Drei Tropfen einer verheirateten Frau: ein Blutstropfen, ein Tränentropfen, ein Schweißtropfen. K

[127] Drei Kessel, die in jeder Festung sind: der Kessel des Laufens(?), der Kessel von: Goriath, 66 der Kessel für die Gäste.

[128] Drei Anzeichen eines gesegneten Ortes: eine Glocke, Psalmensingen, eine Synode (von Ältesten).

[129] Drei Anzeichen eines verfluchten Ortes: Holunder, eine Wiesenralle, Brennnesseln. 67

[130] Drei Ammen des Diebstahls: Wald, Mantel, Nacht.

[131] Drei Eigenschaften, 68 die auf Glück hinweisen: Selbstvertrauen, […], Willenskraft.

[132] Drei Eigenschaften, die auf Unglück hinweisen: Lustlosigkeit, 69 (vorzeitiges) Altern, Nörgeln.

[133] Zwei Schwestern: Lustlosigkeit und Elend.

[134] Zwei Brüder: Wohlstand und Hauswirtschaft.

[135] Drei unglückliche […]: 70 Bürgen, Vermitteln, Bezeugen. Der Zeuge muss seine Aussage beschwören, der Bürge muss für seine Sicherheit bezahlen, der Vermittler bekommt einen Hieb auf seinen Kopf. 71

[136] Drei falsche Schwestern: “vielleicht”, “kann sein”, “ich vermute.” K

[137] Drei schüchterne Brüder: “sei still!”, “halt an!”, “hör zu!”

[138] Drei leblose Dinge, die Hinweis auf lebende Dinge geben: Waagschalen, ein Scheffel, eine Messrute.

[139] Drei Suppen der Bürgschaft [… ]. 72

[140] Drei schwarze Bewirtschaftungen: Dachdecken mit gestohlenen Dingen, 73 Errichten eines Zauns mit der Verkündung eines unbefugten Betretens, Ansengen beim Trocknen in der Darre.

[141] Drei nachträgliche Sorgen: eines Freiers, eines Diebes, eines Schwätzers.

[142] Drei Söhne, deren Übermut zu Ärger führt: Stirnrunzeln, […], 74 Verspottung (?).

[143] Drei Söhne, deren Großzügigkeit zu Langmut führt: [...,], Erröten, Beschämen.

[144] Drei Söhne, deren Engherzigkeit zu Ungeduld führt: Zittern, Geiz, Geschrei.

[145] Drei kalte Dinge, die brodeln: ein Brunnen, die See, neues Bier.

[146] Drei Geräusche, die Gedeihen bedeuten: das Geräusch einer Kuh mit Milch, das Geräusch eines Schmiedes, das Geräusch eines Pfluges. K

[147] Drei Reichtümer an einem öden Ort: eine Quelle an einem Berg, Feuer aus einem Stein, Reichtum im Besitz eines harten Mannes.

[148] Drei Erneuerer der Welt: der Leib einer Frau, das Euter einer Kuh, der Schmelzofen eines Schmiedes.

[149] Drei verborgene Dinge, die bei Beschlagnahmung nicht eingezogen werden dürfen: die Mitgift einer Ehefrau, die Nahrung eines verheiraten Paares, das Pflegehonorar eines Jungen.

[150] Drei Verträge, die einer Entscheidung durch einen Richter vorbehalten sind: der Vertrag einer Frau, eines Sohnes, eines Kötters.

[151] Drei, die nicht in der Lage sind, eigenständig Verträge 75 abzuschließen: der Sohn eines lebenden Vaters, eine verlobte Frau, der Leibeigene eines Herrn.

[152] Drei Söhne, die kein Erbteil erhalten: ein Sohn, der im Unterholz 76 gezeugt wurde, der Sohn eines Sklaven, der Sohn eines Mädchens, das noch Zöpfe trägt.

[153] Drei Streitsachen, die durch Nichtbeachtung nicht sterben: die Streitsache eines Geisteskranken und die von Unterdrückung und die von Nichtwissen.

[154] Drei Blutvergießen, die nicht anfechtbar sind: das Blutvergießen in einer Schlacht, durch Eifersucht, bei Vermittlung.

[155] Drei Beiwohnungen, 77 für die kein Brautgeld gezahlt werden muss: sie mit Gewalt nehmen; ihr ohne ihr Wissen Gewalt anzutun, da sie betrunken ist; Vergewaltigung durch einen König.

[156] Drei, die keinen Anspruch auf Ausnahme haben: einen Sohn ersetzen, das Werkzeug eines Handwerkers, eine Geisel.

[157] Drei Pfänder, die nicht zurückgegeben werden müssen: das eines Schwachsinnigen 78 und die eines hohen Würdenträgers und ein festgelegtes Pfand. 79

[158] Drei Leblose, die mit lebendigen Dingen bezahlt werden müssen: ein Apfelbaum, ein Haselstrauch, ein heiliger Hain. 80

[159] Drei, die weder etwas beschwören noch unter Eid abstreiten dürfen 81: eine Frau; ein Sohn, der seinen Vater nicht unterstützt; ein stummer (dummer?) Mensch.

[160] Drei, die zur Aufgabe ihrer Autorität nicht berechtigt sind: ein Sohn und sein Vater, eine Ehefrau und ihr Ehemann, ein Leibeigener und sein Herr.

[161] Drei, die nicht urteilen dürfen, obgleich sie Weisheit besitzen: ein Mann, der anklagt; ein Mann, der angeklagt wird; ein Mann, der für ein Urteil bestochen wird.

[162] Drei, deren Wissen nicht in ihre Zeit fallen: Tod, Unwissen, Leichtsinn.

[163] Drei Ersitzungen, die nicht zu einem Bußgeld berechtigen: Angst, Abmahnung, Wegnahme.

[164] Drei Entlohnungen, die Arbeiter aufteilen: den Lohn für einen Kessel, 82 den Lohn für eine Mühle, den Lohn für ein Haus.

[165] Drei Eide, deren Erfüllung 83 nicht erwartet wird: der Eid einer Frau in Geburtswehen, der Eid eines toten Mannes, der Eid eines landlosen Mannes.

[166] Drei Ränge, die Völker durch ihre Falschheit ruinieren: die Falschheit eines Königs, eines Historikers, eines Richters.

[167] Drei Freie, die aus sich Sklaven machen: ein Herr, der sein Land verkauft; eine Königin, die zu einem Gemeinen geht; der Sohn eines Dichters, der sein(-es Vaters) Handwerk aufgibt.

[168] Drei Tiere, deren Übertretung als menschliche Straftat gezählt wird: ein angeketteter Hund, ein grimmiger Schafbock, ein beißendes Pferd.

[169] Drei tierische Dinge, die als Straftat abgebüßt werden: ein angeleinter Hund, ein langer Nagel im Holz, eine Latte […]. 84

[170] Drei Dinge, die […] Salzfleisch, Butter, Eisen [… ]. 85

[171] Drei Zeichen, die […] 86 im Haus eines Richters: Weisheit, Information, Verstand.

[172] Drei Dinge, die angekündigt werden sollten: die Fleischgabel eines Kessels, eine Hippe ohne einen Niet, ein Vorschlaghammer ohne […]. 87

[173] Drei Türen der Falschheit: ein wütendes Plädoyer, eine veränderliche Grundlage des Wissens, Information geben ohne sich zu erinnern.

[174] Drei Türen, durch die Wahrheit erkannt wird: geduldige Antwort, sicheres Plädoyer, Berufung auf Zeugen.

[175] Drei Herrlichkeiten einer Versammlung: ein Richter ohne Verwirrung, eine Entscheidung ohne Beschimpfung, Bedingungen, auf die man sich geeinigt hat ohne Betrug.

[176] Drei Wogen ohne Weisheit: ein hartes Plädoyer, ein Urteil ohne Wissen, eine geschwätzige Versammlung.

[177] Drei Herrlichkeiten der Rede: Beständigkeit, Weisheit, Kürze.

[178] Drei Zierden der Weisheit: Fülle an Wissen, eine Anzahl von Präzedenzfällen, einen guten Anwalt beauftragen.

[179] Drei verhasste Dinge einer Rede: Steifheit, 88 Unklarheit, schlechter Vortrag.

[180] Drei Haltungen einer guten Frau: die Zunge im Zaum halten, Anstand halten, und haushalten.

[181] Drei Abirrungen einer schlechten Frau: ein loses Mundwerk 89 und […] 90 und den Haushalt vernachlässigen.

[182] Drei Vortrefflichkeiten von Kleidung: Eleganz, Komfort, Dauerhaftigkeit.

[183] Drei, die nicht zur Krankheitsfürsorge berechtigt sind: ein Mann, der sich von seinem Herrn davongestohlen hat, von seiner Familie, von einem Dichter.

[184] Drei Soßen, die ein Krankenbett verderben: […], 91 Honig, Salzfleisch.

[185] Drei Frauen, die keinen Anspruch auf Bußgeld haben: eine Frau, die sich nicht darum kümmert, mit wem sie schläft, eine diebische Frau, eine Hexe.

[186] Drei Dinge, die jeden Herrn verderben: Falschheit, Übervorteilung, Elternmord. 92

[187] Drei Dinge, die jeden züchtigen Menschen ausmachen: Beständigkeit, Bescheidenheit, Nüchternheit.

[188] Drei Dinge, die man von jedem zornigen Menschen kennt: ein Ausbruch der Leidenschaft, Zittern, Erbleichen. “K”

[189] Drei Dinge, die jeden langmütigen Menschen ausmachen: Ausruhen, Schweigen, Erröten. K

[190] Drei Dinge, die jeden hochmütigen Menschen ausmachen: Pomphaftigkeit, Eleganz, (Zurschaustellung von) Reichtum.

[191] Drei Dinge, die jeden geringen Menschen kennzeichnen: Armut, Heimatlosigkeit, Unterwürfigkeit.

[192] Drei Zeichen der Weisheit: Langmut, Verschwiegenheit, die Gabe der Prophetie.

[193] Drei Zeichen von Torheit: Auseinandersetzung, Gezänk, Anschluss (an jedermann). K

[194] Drei Dinge, die einen Narren weise machen: Lernen, Beständigkeit, Fügsamkeit. 93 K

[195] Drei Dinge, die einen weisen Mann närrisch machen: Zank, Ärger, Trunkenheit. K

[196] Drei Dinge, die jeder gute Mann zeigt: eine besondere Begabung, 94 Tapferkeit, Frömmigkeit. K

[197] Drei Dinge, die jeder schlechte Mann zeigt: Verbitterung, Hass, Feigheit. K

[198] Drei Dinge, die Heimatlose zum Fortwandern bringen: Verfolgung, Verlust, Armut.

[199] Drei Ketten, durch die böse Neigungen gebunden werden: Vertrag, Klosterregel, Gesetz.

[200] Drei Felsen, an welche gesetztreues Verhalten gebunden ist: Kloster, 95 Herrscher, Sippe.

[201] Drei Kerzen, die jede Dunkelheit erleuchten: Wahrheit, Natur, Wissen. K

[202] Drei Dinge, die einen König ausmachen: ein Vertrag mit (anderen) Königen, das Fest von Temair [Tara], Überfluss während seiner Regentschaft. K

[203] Drei Schlösser, die Geheimnisse verschließen: Scham, Schweigen, Verschlossenheit.

[204] Drei Schlüssel, die Gedanken erschließen: Trunkenheit, Vertrauen, Liebe.

[205] Drei Erbschaften, die in Anwesenheit der Erben geteilt werden müssen: die Erbschaft eines Possenreißers, die eines Verrückten und die eines alten Mannes. K

[206] Drei jugendliche Schwestern: Begierde, Schönheit, Großzügigkeit. K

[207] Drei ältliche Schwestern: Stöhnen, Sittsamkeit, Hässlichkeit.

[208] Drei wohlerzogene Schwestern: Beständigkeit, Beredsamkeit, Freundlichkeit.

[209] Drei missratene Schwestern: Grimmigkeit, Lüsternheit, Halsstarrigkeit.

[210] Drei Schwestern mit Glück: gute Herkunft, Freizügigkeit, Fröhlichkeit.

[211] Drei Schwestern von gutem Ruf: Fleiß, Umsicht, Mildtätigkeit.

[212] Drei Schwestern von schlechtem Ruf: Trägheit, Missgunst, Knausrigkeit.

[213] Drei bösartige Schwestern: Blasphemie, Unfrieden, Lästerei.

[214] Drei unehrerbietige Schwestern: Aufdringlichkeit, Frivolität, Flatterhaftigkeit.

[215] Drei ehrerbietige Schwestern: Nützlichkeit, eine einfache Haltung, Beständigkeit.

[216] Drei Frauentage: Montag, Dienstag, Mittwoch: Wenn Frauen an diesen Tagen zu Männern gehen, so werden die Männer sie mehr lieben als sie die Männer und die Frauen werden die Männer überleben. “K” .

[217] Drei Männertage: Donnerstag, Freitag, Sonntag. Wenn Frauen an diesen Tagen zu Männern gehen, so werden sie nicht geliebt, und ihre Ehemänner werden sie überleben. Der Samstag jedoch ist ein gemeinsamer Tag. Er ist glücklich für beide. Montag ist ein freier Tag, um Geschäfte aller Art auszuführen. K

[218] Drei Pflichten der Bürgschaft: (zu Hause) verbleiben, Ehrenhaftigkeit, Leiden (?); im eigenen Heim bleiben; Ehrenhaftigkeit, damit er die Unwahrheit nicht ausspricht, Bezahlung erleiden (?), d.h. selbst die ungesetzliche Aktion des Schuldners ablösen.

[219] Drei Suppen der Bürgschaft: Wergeld oder eines Schuldners […] oder Nichtbesitz (?). 96

[220] Drei Dinge, für die schwer zu garantieren ist und durch die man zur Geisel werden kann und für die ein Vertrag abzuschließen ist: die Sicherheitsleistung für den Bau einer königlichen Festung übernehmen, für eine Kapelle und für einen Kessel. Denn es ist schwer für den Mann einer Sippe, für(?) seinen [Sippen-]Genossen 97 gegeben zu werden.

[221] Drei Dinge, die für jedermann würdelos sind: sein Pferd vor dem des Herrn zu reiten, sodass dessen Kleidung beschmutzt wird; zu ihm zu sprechen, ohne vorgeladen zu sein; in sein Gesicht zu starren, während er speist. “K”.

[222] Drei rechtmäßige Handbreiten: eine Handbreit zwischen Schuhen und Hose, eine Handbreit zwischen Ohr und Haar, eine Handbreit zwischen dem Saum des Gewandes und den Knien.

[223] Was ist das schlechteste in einem Haushalt? Die Söhne von schändlichen Frauen, häufige Festgelage, zahlreiche Eheverbindungen, Überfluss von Met und Wein. Sie zehren dich auf und nutzen nichts.

[224] Drei Krankheiten, die besser als Gesundheit sind: die Niederkunft einer Frau mit einem Knaben; das Feuer einer Bauchkrankheit, das die Eingeweide säubert; ein fiebriges Leiden, mit dem das Böse durch sein Gutes (?) eingedämmt wird.

[225] Drei Willkommen eines Bierhauses: Fülle und Freundlichkeit und Kunst. K

[226] Drei Dienste, die die schlimmsten Dienste sind, die ein Mann tun kann: einer schlechten Frau dienen, einem schlechten Herrn und einem schlechten Schmied. 98

[227] Drei Dinge sind am besten in einem Haus: Ochsen, 99 Männer, Äxte.

[228] Drei Dinge sind am schlechtesten in einem Haus: Jungen, Frauen, Ausschweifung. 100

[229] Drei Zeichen von Flegelhaftigkeit: Unfrieden und Streit und einen Menschen mit einem anderen verwechseln (?). 101

[230] Verschiedene Arten von Söldnern: […] 102.

[231] Verschiedene Arten von Spendern […] 103.

[232] Drei, zu denen es am schwersten ist zu sprechen: zu einem König über seine Beute; zu einem Wikinger im Kettenhemd; zu einem Flegel, der die Gunst eines Mächtigen genießt.

[233] Drei, deren Stimmung am höchsten ist: ein junger Scholar, der seine Psalmen gelesen hat; ein Jüngling, der die Kleidung eines Mannes angezogen hat; 104 eine Maid, die zur Frau gemacht wurde. K

[234] Vier, die weder gezügelt noch beherrscht werden: der Dienstbote eines Priesters, der Hund eines Müllers, der Sohn einer Witwe und das Kalb einer Kuh mit wenig Milch.

[235] Drei schwierige Dinge: 105 Bürgschaft im Namen eines Königs oder eines hochprivilegierten Menschen zu leisten, weil die Ehre eines Königs größer ist als jeder Anspruch; Bürgschaft für eine Schlacht zu leisten, weil niemand zu einer Bürgschaft in der Lage ist, in einer Schlacht einen König zu schützen, unter dessen Joch sieben Stämme stehen; Bürgschaft für Gefangenschaft zu leisten, außer es ist jemand, der einen Leibeigenen besitzt. Sieben Beschränkungen: Bürgen für einen Gesetzlosen, für einen Possenreißer und für einen Verrückten, für einen Menschen ohne Bindung, für einen respektlosen Menschen, für einen Schwachsinnigen, für jemanden, der exkommuniziert ist. Beschwerlich ist ferner jede Bürgschaft, da es dafür notwendig ist, eine unvermittelte Ankündigung zu machen, in der jedes Pfand, welches gegeben wird, aufgeführt ist, manchmal im voraus, manchmal im nachhinein.

[236] Drei Wunder von Glenn Dalláin 106 in Tír Eoghain [Tyrone]: Der Eber von Druimm Leithe. Er wurde dort geboren und Finn war nicht in der Lage, irgendetwas gegen ihn zu tun, bis er in Mag Lí 107 durch einen Bauern fiel, der in der Darre (Getreide) trocknete. Worauf Finn sagte:

  1. Nicht wohl haben wir unsere Jagdhunde gefüttert,
    nicht wohl haben wir unsere Pferde getrieben,
    da ein kleiner Bauer an einer Darre
    den Eber von Druimm Leithe getötet hat.

Das Untier von Lettir Dalláin. Es hatte einen Menschenkopf und sonst die Gestalt des Blasebalgs eines Schmieds. Das Wasserpferd, das in dem See in der Nähe der Kirche lebte, wohnte der Tochter des Priesters bei und zeugte das Untier mit ihr.
Der Ochse von Dil 108 ist das dritte Wunder. Sein Vater stammte aus dem gleichen See und wandte sich einer der Kühe des in der Nähe der Kirche lebenden Landbesitzers zu und zeugte mit ihr den Ochsen.

[237] Drei Wunder von Connacht [Connaught]: Das Grab von Eothaile 109 an seinem Strand. Es ist so hoch wie der Strand. Wenn die See ansteigt, ist es so hoch wie die Flut. Der Stein des Dagda. Obwohl er in die See geworfen wurde, obwohl er in ein verschlossenes Haus gelegt wurde, […] aus dem Brunnen, an dem er liegt. Die zwei Reiher auf Inis Cathaig [Scattery Island]. Sie lassen keine anderen Reiher zu sich auf die Insel und das Weibchen fliegt westwärts zum Ozean, um zu brüten und dann mit ihren Jungen wiederzukommen. Und Coracles haben den Brutplatz nicht entdeckt.

[238] Die drei schlimmsten Lächeln: das Lächeln einer Welle, das Lächeln einer lüsternen Frau, das Grinsen eines sprungbereiten Hundes. 110

[239] Was sind die drei Reichtümer von glücklichen Leuten? Nicht schwer zu sagen. Ein Fuhrwerk steht bereit, Bier ohne eine Unterkunft (?), ein Wächter auf der Straße.

[240] Drei Söhne, deren Sittsamkeit Weisheit in sich trägt: Tapferkeit, Großzügigkeit, Gelächter, (Respekt gegenüber den Eltern?).

[241] Drei Unterhalter einer Versammlung: ein Possenreißer, ein Jongleur, ein Schoßhund.

[242] Drei Dinge, die am besten für einen Herrscher sind: Gerechtigkeit, Frieden, eine Armee. K

[243] Drei Dinge, die am schlechtesten für einen Herrscher sind: Faulheit, Verrat, üble Ratgeber. K

[244] Die vier Tode eines Urteils: in Falschheit gesprochen, ohne Verwirkung gesprochen, ohne Präzedenzfall gesprochen, ohne Wissen gesprochen.

[245] Drei Dinge, die die Weisheit zerstören: Unwissen, ungenaues Wissen, Vergesslichkeit.

[246] Drei Ammen der Würde: eine gute Figur, eine gute Erinnerung, Frömmigkeit.

[247] Drei Ammen des Übermuts: Stolz, Buhlen, Trunkenheit.

[248] Vier Feindschaften eines Herrschers: ein alberner flatterhafter Mann; ein sklavischer nutzloser Mann; ein lügender unehrenhafter Mann; ein geschwätziger Mann, der keine Geschichten zu erzählen weiß. 111 Denn ein Herrscher erteilt keinem die Erlaubnis zum Reden außer Vieren: einem Dichter zur Satire und Huldigung, einem Chronisten mit gutem Gedächtnis für Erzählungen und Geschichten, einem Richter zum Urteilen, einem Historiker für alte Überlieferungen. 112

[249] Drei dunkle 113 Dinge in der Welt: ein Ding in Verwahrung geben, Bürgen, Pflegschaft.

[250] Drei Speiseverbote: zu essen, ohne sich zu bedanken; zu essen, bevor es die richtige Zeit ist; nach einem Gast zu essen. K

[251] Vier Elemente der Weisheit: Langmut, Gelehrigkeit, Nüchternheit, Beredsamkeit; denn jeder langmütige Mensch ist weise und jeder gelehrige Mensch ist ein Weiser, jeder nüchterne Mensch ist großzügig, jeder beredsame Mensch ist zugänglich.

[252] Vier Elemente 114 der Torheit: Albernheit, Vorurteil, Gezänk, Unflätigkeit.

[253] Drei Tabus eines Herrschers: ein Bierhaus ohne Geschichten, eine Truppe ohne einen Herold, ein großes Gefolge ohne Wolfshunde. 115

[254] Drei Anzeichen für Würde in einer Menschen: eine gute Figur, eine freie Haltung, Beredsamkeit. K

[255] Drei Truhen, deren Tiefe unbekannt ist: die Truhe eines Herrschers, der Kirche, 116 eines privilegierten Dichters. K

[256] Drei Schulden, die nicht vernachlässigt werden dürfen: 117 Schulden von Land, Bezahlung für ein Feld, Unterweisung (?) in der Dichtung.

Document details

The TEI Header

File description

Title statement

Title (uniform): Die irischen Triaden (nach Kuno Meyer)

Title (original): The Triads of Ireland

Title (supplementary): German translation

Editor: Kuno Meyer

Author: unknown

Responsibility statement

Translated by: Peter Dietsch

Introduction by: Fergus Kelly

Proof corrections and additional editing by: Beatrix Färber

Funded by: University College, Cork, School of History

Edition statement

1. First draft, revised and corrected.

Extent: 8650 words

Publication statement

Publisher: CELT: Corpus of Electronic Texts: a project of University College, Cork

Address: College Road, Cork, Ireland—http://www.ucc.ie/celt

Date: 2011

Distributor: CELT online at University College, Cork, Ireland.

CELT document ID: D103006

Availability: Available with prior consent of the CELT programme for purposes of academic research and teaching only. Permission to use the translation of Fergus Kelly's introduction to 'Irish Wisdom: Classic Irish Triads' was kindly given by Fergus Kelly and the Blackstaff Press, Belfast.

Source description

Manuscript sources for the Irish text

  1. Trinity College Dublin, MS TCD 1318 (H 2.16), The Yellow Book of Lecan, a vellum of the end of the fourteenth century, pp. 414b–418a, a complete copy.
  2. Royal Irish Academy Dublin, MS 23 P 12, the Book of Ballymote, a vellum of the end of the fourteenth century, pp. 65b–66b (ends imperfectly).
  3. Royal Irish Academy Dublin, MS Stowe, D II 1, the Book of Húi Maine, a vellum of the fourteenth century, fo. 190a–fo. 191a. A complete copy.
  4. Royal Irish Academy Dublin, MS 23 P 2, the Book of Lecan, a vellum of the fifhteenth century. The leaves on which the Triads are found are now bound up with the Codex H 2 17 belonging to Trinity College. It is a complete copy begining on p. 183b and ending on p. 184b. The editor remarks that, 'by an oversight' he has 'referred to the MS sometimes by Lec and sometimes by H. In some cases both Lec and H will be found quoted in the variants. The same MS is always meant.' This practice has been left stand.
  5. Dublin, Royal Irish Academy, MS 23 N 10, a paper ms written in the year 1575, pp. 98–101. A complete copy, the gap between p. 100 and 106 being made up by pp. 7a–10b of the vellum portion of the manuscript.
  6. Trinity College Dublin, MS H 1 15, pp. 946–957. This is a paper ms written by Tadhg Tiorthach Ó Neachtain in 1745. It is a complete copy with copious glosses in Modern Irish.
  7. Dublin, RIA, Stowe Collection, a paper quarto now marked 23 N 27, containing on fo. 1a–7b a copy of the Triads. It was written in 1714 by Domnall (or Daniel) o Duind mac Eimuinn. Its readings closely agree with those of N.
  8. Manchester, Rylands Library, a copy written in 1836 by Peter O'Longan, formerly in the possession of the Earls of Crawford.
  9. Edinburgh, Advocates Library, MS Kilbride III, vellum, begins on fo. 9b2.

Digital images of Meyer's edition

  • Available at http://www.archive.org.

Edition/Translation

  • Kuno Meyer (ed. and trans.), The Triads of Ireland, Todd Lecture Series 13. (Dublin: Royal Irish Academy 1906).

Literature (incl. references given by Meyer)

  1. James Henthorn Todd (ed. & trans.), The Irish version of the Historia Britonum of Nennius (Dublin: Irish Archaeological Society 1848).
  2. Eugene O'Curry, Manners and Customs of the Ancient Irish. Vol. 1–3 (London 1873).
  3. Kuno Meyer, Cath Finntrága or Battle of Ventry (Oxford: Clarendon Press 1885). [From Bodleian Library MS Rawlinson B 487).
  4. Charles Plummer, Irish Miscellanies: the Conversion of Loegaire, and his death, Revue Celtique 6 (1884) 162–172.
  5. Whitley Stokes, The prose tales in the Rennes Dindshenchas, Revue Celtique 15 (1896) 418–484 (no. 44 and 111).
  6. W. Neilson Hancock, Thaddeus O'Mahony, Alexander George Richey & Robert Atkinson, Ancient Laws of Ireland, 6 vols. (Dublin, 1865–1901).
  7. Kuno Meyer, 'Das Apgitir Crábaid des Colmán maccu Béognae ', Zeitschrift für Celtische Philologie 3 (1901) 447–455.
  8. Whitley Stokes, Martyrology of Oengus the Culdee, Henry Bradshaw Society 29. (London 1905) 112.
  9. Siegmand Hellmann, 'Sedulius Scottus', p. 135, in: Ludwig Traube, 'Quellen und Untersuchungen zur lateinischen Philologie des Mittelalters', vol. 1 (München 1906).
  10. Whitley Stokes & John Strachan (ed. & tr.), Thesaurus palaeo-hibernicus (2 vols, Cambridge 1901–03, supplement by Whitley Stokes, Halle/Salle (1910), reprinted in two volumes, Dublin 1985).
  11. Patrick Weston Joyce, A Social History of Ancient Ireland, 2 vols (New York, London, and Bombay: Longmans, Green, & Company, 1903).
  12. Kuno Meyer (ed. & trans.), Cáin Adamnáin: an Old-Irish treatise on the Law of Adamnan, Anecdota Oxoniensia, Mediaeval & Modern Series 12 (Oxford 1905).
  13. Rudolf Thurneysen, Die Bürgschaft im irischen Recht, Abhandlungen der Preußischen Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse, no. 2 (1928).
  14. Rudolf Thurneysen, Irisches Recht, Abhandlungen der Preußischen Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse, no. 2 (1931).
  15. Éamonn de hÓir, 'The anglicisation of Irish place-names', Onoma 17 (1972) 192–204.
  16. For modern Irish proverbs in triadic form, compare for instance Enrí Ó Muirgheasa (ed.), Seanfhocail Uladh, Eagrán Nua (Baile Átha Cliath: Oifig an tSoláthair, 1976) 3–8.
  17. Patrick Sims-Williams, 'Thought, word, and deed: an Irish triad', Ériu 29 (1978) 78–111.
  18. Fergus Kelly, A Guide to Early Irish Law (Dublin: DIAS 1988).
  19. Michael A. Monk & John Sheehan, Early medieval Munster: archaeology, history and society (Cork 1998) [p. 83 on condiments and relishes mentions echmuir].
  20. Fergus Kelly, Irish Wisdom: Classic Irish Triads (Belfast: Appletree Press 1993).
  21. P. W. Joyce, The origin and history of Irish names of places. [Facs. of the original edition in 3 volumes published 1869–1913.] With a new introductory essay on P.W. Joyce by Mainchín Seoighe (Dublin: Éamonn de Búrca for Edmund Burke 1995).
  22. Kevin Murray, 'Fr Edmund Hogan's 'Onomasticon Goedelicum', ninety years on: reviewers and users', Ainm 8 (1998–2000) 65–75.
  23. Historical Dictionary of Gaelic Placenames (London: Irish Texts Society 2003). [Volume 1 of Hogan's revised Onomasticon.]
  24. Pádraig Ó Riain, Diarmuid Ó Murchadha and Kevin Murray, Historical Dictionary of Gaelic Placenames, Fascicle 1 [Names in A-] (London: Irish Texts Society 2003); repr. with addenda and corrigenda April 2007.
  25. Pádraig Ó Riain, Diarmuid Ó Murchadha and Kevin Murray, Historical Dictionary of Gaelic Placenames, Fascicle 3 [C-Ceall Fhursa] (London: Irish Texts Society 2008).
  26. Fergus Kelly, Thinking in Trees: The Triad in Early Irish Literature (Sir John Rhys Memorial Lecture), Proceedings of the British Academy 125 (December 2004) 1–18.
  27. Diarmuid Ó Murchadha, 'Dún Cermna: a reconsideration', Éigse 34 (2004) 71–89.
  28. Bernhard Maier, Die Weisheit der Kelten. Sprichwörter aus Irland, Schottland, Wales und der Bretagne. (Munich: C. H. Beck 2011) [An anthology of proverbs from Ireland, Scotland, Wales and Brittany in the original languages, with German translation. Includes introduction and bibliographic references].

The edition used in the digital edition

‘Die irischen Triaden’.

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Encoding description

Project description: CELT: Corpus of Electronic Texts

Sampling declarations

The present text represents a German translation of Meyer's triads 1 to 256. Each triad is numbered in line with Meyer's edition. A German translation of Fergus Kelly's introduction to 'Irish Wisdom: Classic Irish Triads' is prefixed. Meyer's own English introduction has not been translated. It is available in CELT files T103006 and G103006.

Editorial declarations

Correction: Text has been checked and proofread twice.

Normalization: For the translation, the neue deutsche Rechtschreibung (new German spelling) was used.

Hyphenation: There are no hyphenated words crossing a line break.

Segmentation: div0=the miscellany of Triads; div1=the section; paragraphs are numbered. Page-breaks are not marked, but Meyer's numbers have been preserved.

Interpretation: Names of persons (given names), places and group names are not tagged. Direct speech is rendered q.

Reference declaration

A canonical reference to a location in this text should be made using “Section”, eg Section .

Profile description

Creation: Translation by Peter Dietsch.

Date: November 2010

Language usage

  • The text is in German. (de)
  • Some words are in Irish. (ga)
  • Some words are in English (en)

Keywords: gnomic; prose; medieval; translation

Revision description

(Most recent first)

  1. 2019-06-05: Changes made to div0 type. (ed. Beatrix Färber)
  2. 2011-02-23: More bibliographic references added including suggestions by Dr Marcas Mac Coinnigh. (ed. Beatrix Färber)
  3. 2011-02-07: More proofing and editing; bibliography compiled; file parsed; SGML and HTML versions created. (ed. Beatrix Färber)
  4. 2011-01-31: Old Irish place-names added from Meyer's Index Locorum [English names are given in square brackets]. (ed. Beatrix Färber)
  5. 2011-01-25: XML Header created. (ed. Beatrix Färber)
  6. 2011-01: File converted to XML; proof-read (2); structural and some markup added. (ed. Beatrix Färber)
  7. 2010-11-10: Proofed German translation and translated Introduction (by Fergus Kelly) donated to CELT in .odt format. (donation Peter Dietsch)

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G103006: The Triads of Ireland (in Irish)

T103006: The Triads of Ireland (in English Translation)

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  1. Oder vielleicht: “guter Mut”. 🢀

  2. Eine Straße führt von Temair [Tara] westwärts nach Westmeath. 🢀

  3. Oder “Bezahlung”. 🢀

  4. Oder “Aufrichtigkeit”. 🢀

  5. vergleiche Hogan Onomasticon unter dem Stichwort “Ciarán Dirchaille”. BF 🢀

  6. “Ruadans Kirche” Gelbes Buch von Lecan. 🢀

  7. Auf dem Old Head of Kinsale siehe Hogan, Onomasticon unter dem Stichwort “Dún cérmna” und Éigse 34 (2004) 71–89🢀

  8. D.h. die Knockmealdown-Berge. 🢀

  9. Die Wicklow-Berge. 🢀

  10. “Die Leber ('Pap,' L.) von Cualu,” oder the Great Sugarloaf oder Lugnaquilla. 🢀

  11. D.h. Slieve Donard. 🢀

  12. D.h. in der Ebene von Cell Dara [Kildare]. 🢀

  13. Die Húi Tuirtri siedelten in den vier Baronien von Upper und Lower Antrim und Upper und Lower Toome im County Antrim. 🢀

  14. Heute Baronie Cremorne, County Monaghan. 🢀

  15. Ein Stamm siedelte in der Baronie Coolavin, County Sligo, und im angrenzenden Teil des County Roscommon. 🢀

  16. Entweder Bantry, County Cork, oder Bantry im County Wexford. 🢀

  17. “Der Männer von Cúalu” RIA 23 N 10, Gelbes Buch von Lecan. 🢀

  18. Ein Gebiet in der Baronie von Upper Ormond, County Tipperary. 🢀

  19. Heute Dundalk. 🢀

  20. Vielleicht Áth Caille Rúaide am Shannon. 🢀

  21. Die große südwestlich verlaufende Straße von Temair [Tara] nach Ossory. 🢀

  22. Eine Straße, die nördlich von Temair [Tara] verläuft. 🢀

  23. In Breifne [Breffny]. 🢀

  24. Am Shannon, gegenüber von Dunass, County Clare. Siehe auch Hogan, Onomasticon, unter dem Stichwort “ess danainne”. Meinen Dank an Dr Conchubhar Ó Crualaoich vom Placenames Office, der hilfreicherweise die neuirische Standardform Dún Easa sowie die englische, Doonass, mitgeteilt hat. BF. 🢀

  25. Caherass am Fluss Maigue im County Limerick, siehe Hogan, Onomasticon unter dem Stichwort “ess máige”. BF 🢀

  26. Vielleicht nahe Sescenn Uarbéoil in Leinster (Mountseskenn?). 🢀

  27. Dún na mBárc ist in Bantry Bay. 🢀

  28. Die Flussmündung des Feale. 🢀

  29. “Die axtförmige Flussmündung”, d.h. die Mündung des Bann. 🢀

  30. D. h. Loop Head (Léimm Conculainn). 🢀

  31. Im Westen von Kerry (i n-iarthar Hérenn, YBL 126 b 31). 🢀

  32. Oder vielleicht “Orte der gemeinsamen Zuflucht”. 🢀

  33. “Eines reifenden Feldes”, Buch von Ballymote; Buch von Húi Maine. 🢀

  34. “eines Mannes, der seinen Bruder im Streit um sein Land getötet hat”, Buch von Húi Maine; Buch von Ballymote. 🢀

  35. Oder vielleicht “Jahrmärkte, Zusammenkünfte”. 🢀

  36. Oder “Landstreichers”. 🢀

  37. Oder “Tändelei”. 🢀

  38. “Auszeichnung, Ehre” Buch von Ballymote “Ungezwungenheit, Ruhm ” (leg. allad), “Rede” Buch von Lecan. 🢀

  39. Oder “Eingang finden”. 🢀

  40. Wörtlich: “Unvertrautheit”. 🢀

  41. “Bedauern” Gelbes Buch von Lecan. 🢀

  42. Wörtlich: “aus einer Harfe”. 🢀

  43. “Einer schlechten Frau”, Gelbes Buch von Lecan, RIA 23 N 10. 🢀

  44. “Nach dem Schlafen mit einem anderen Mann”, Buch von Lecan. 🢀

  45. “Um dich in Stücke zu reißen” Buch von Lecan; “auf dich zuzukommen, um dich zu verschlingen” Buch von Húi Maine, Buch von Ballymote. 🢀

  46. “Eines Verbrechers” Buch von Ballymote. 🢀

  47. “guten Bier”, Buch von Húi Maine, Buch von Ballymote. 🢀

  48. “Der ungesättigt hingeht” Buch von Húi Maine, d.h. der auf leeren Magen trinkt. 🢀

  49. “stolpernder, beleidigender” RIA 23 N 10, “gerne verweigernder” Buch von Ballymote. 🢀

  50. “Zieht dich” RIA 23 N 10, “eine schlechte Geschichte, um dich auf deinen Weg zu schicken”, Gelbes Buch von Lecan. 🢀

  51. Wörtlich: “Geckenhaftigkeit”. 🢀

  52. Wörtlich: “Geckenhaftigkeit”. 🢀

  53. Oder “Keule”. 🢀

  54. Wörtlich: “stinkendes Haar”. 🢀

  55. Ein Hügel in Cell Dara [Kildare]. Siehe Thesaurus Palaeo-hibernicus ii., Seite 335. 🢀

  56. Bei Temair [Tara]. Siehe Todd´s Irish Nennius, Seite 200. 🢀

  57. Irgendwo im Westen (i n-iarthar Erenn, Félire, Seite clvii). 🢀

  58. Siehe Todd's Irish Nennius, Seite 199, und Zeitschrift für Celt. Phil. 5., Seite 23. 🢀

  59. Mir ist nichts über dieses Wunder bekannt. 🢀

  60. Sreth immais, das ich zögernd mit “Wissen verbreiten” übersetzt habe, wird in der Dichtung als technischer Begriff verwendet, um alle Wörter einer Verszeile durch Alliteration zu verbinden. Wie z. B. slatt, sacc, socc, simend, saland. Siehe Ir. Texte iii., Seite 30. 🢀

  61. Vergleiche Buch von Leinster 344a: Carpre fragt Cormac: “Was sind die süßesten Dinge, die du gehört hast?” und Cormac antwortet: “Einen Triumphruf nach dem Sieg, eine Huldigung nach Honorierung, die Einladung einer schönen Frau auf ihr Kissen”. 🢀

  62. Zu einer Beschreibung und zu Bildern dieser Geräte, siehe YBL, p. 419a, und Egerton 1782, fo. 46a. 🢀

  63. O'Curry, Manners and Customs, ii., Seite. 253, dachte, dass ein caer comraic “ein Ball mit zusammenlaufenden Rippen oder Linien” war, vielleicht wie eine Glaskugel oder ein Glasball aus Mosaikglas, wie er in Joyce's Social History of Ancient Ireland, vol. ii., Seite 32, Bild 171, dargestellt ist. Ein cáer comraic mit acht verschiedenen Farben ist in L(ebor) B(recc) 108b 20 erwähnt. 🢀

  64. Vergleiche H. 3. 18, Seite 87: tréide nemtighther cruit; goltraiges, gentraiges, suantraiges. 🢀

  65. Die Namen verschiedener Beschwörungsformeln. Siehe Cormac's Glossary and Ancient Laws, unter dem entsprechenden Stichwort. 🢀

  66. Dies ist mir völlig unklar. Es gibt ein stark glossiertes Gedicht in H. 3. 18, das mit Coire goriath beginnt. In H. 2. 15, p. 1171b, nach dem Kolophon zu Dúil Luithne (Goid., 2 p. 79), gibt es einige weitere Glossen, unter welchen ich folgendes finde: goiriath .i. gardhamh in gach iath, erma .i. uasal-iompú no iar-iompa. Aberérma scheint mir der Genitiv von érim, “ein Lauf”, zu sein. 🢀

  67. Siehe meine Edition von Cáin Adamnáin, Seite 13, Anmerkung 3, und Seite 38. 🢀

  68. Wörtlich: “Teile”. 🢀

  69. Wörtlich: “Schwere, Gewicht”. 🢀

  70. Die gewöhnliche Bedeutung von fodb, “Ausstattung, Ausrüstung, Bewaffnung” scheint mir hier nicht zu passen. 🢀

  71. Wörtlich: “der Hieb der Vermittlung wird auf seinen Kopf geschlagen”. 🢀

  72. Unklar und wohl entstellt. Vergleiche Nr. 219. 🢀

  73. “Mit [Gras-] Soden” RIA 23 N 10, Buch von Húi Maine, Gelbes Buch von Lecan, falsch. 🢀

  74. Fidchell, das bekannte Spiel, ergibt hier keinen Sinn. 🢀

  75. Oder “Verträge in eigenem Namen” 🢀

  76. Vergleiche den Ausdruck meirdrech muine, 'eine Busch-Dirne,' Laws v. 176, 4. 🢀

  77. Fuchacht oder fuichecht, bedeutet gewöhnlich “jemandem Hörner aufsetzen”, eine Bedeutung, die hier nicht zu passen scheint. 🢀

  78. D. h. ein Pfand von einem Schwachsinnigen. Vergleiche Platon in der Republik: “Aber sicher wirst du einem verrückten Freund niemals ein Schwert zurückgeben, das er dir geliehen hat?” 🢀

  79. Aber in den Heptaden (Laws 5, 196, 3) aithne fuirmida, dort wiedergegeben mit “ein hinterlegter Posten” ist es als eines der Dinge benannt, die selbst dann ersetzt werden müssen, wenn es durch keine Haftung erzwungen wird. 🢀

  80. Es gibt in den Gesetzen nichts, das diesen Spruch erklärt. 🢀

  81. Vergleiche Fergus Kelly, Early Irish Law, 202f. (BF) 🢀

  82. D.h. für das Herstellen eines Kessels, etc. 🢀

  83. Wörtlich: “Gegen-Eid, zweiter Eid”. 🢀

  84. Comneibi ist für mich ein Hapax legómenon. 🢀

  85. Unklar und vermutlich entstellt. 🢀

  86. Unklar und vermutlich entstellt. 🢀

  87. Unklar und vermutlich entstellt. 🢀

  88. Im Neurischen bedeutet righneas labhartha einen “Sprachfehler”. Siehe Dinneen's Dictionary, unter diesem Schlagwort. 🢀

  89. Wörtlich: “Geschichten”. 🢀

  90. zu viele Wünsche haben? Vergleiche ataid als Gen. Sg. von attach (anstelle von ataig). Siehe DIL p. 474, unter dem Stichwort “attach” II (a) und (b). BF 🢀

  91. Ich glaube, dass echmuir der Name einer Pflanze ist; kann aber den Beleg dazu nicht finden. 🢀

  92. Oder eher “Mord an Verwandten”. 🢀

  93. Vergleiche dán ecna dogní ríg do bocht, dogní gáeth do báeth etc., Buch von Leinster 346a 35. 🢀

  94. So wie Kunst, Dichtung etc. 🢀

  95. “Die Kredenz” RIA 23 N 10., falsch. 🢀

  96. Unklar und vermutlich entstellt. Vergleiche Nr. 139. 🢀

  97. Ich kann die Bedeutung von doberim fri nicht erklären. 🢀

  98. “Ödland”, RIA 23 N 10. 🢀

  99. “Ein Ochse”, RIA 23 N 10. 🢀

  100. Oder vielleicht: wie in Nr. 223, “Sohn einer lüsternen Frau”. Nur haben wir in diesem Falle keine Triade. 🢀

  101. Oder vielleicht: “geringes oder oberflächliches Wissen”. 🢀

  102. Da ich nur unbefriedigende Vermutungen als Übersetzung anbieten könnte, habe ich alles fortgelassen. 🢀

  103. Da ich nur unbefriedigende Vermutungen als Übersetzung anbieten könnte, habe ich alles fortgelassen. 🢀

  104. Wörtlich: “jemand, der seine Jungenkleidung ablegt”. 🢀

  105. Ich verstehe nicht die Bedeutung von dóib, “zu ihnen”, weder hier noch weiter unten nach secht n-aurgarta🢀

  106. Heute Glencar, sechs Meilen nördlich der Stadt Sligo. 🢀

  107. Das Gebiet von Tir Lí, westlich des Flusses Bann. 🢀

  108. Die Ochsen von Dil, Tochter von Míl oder Legmannair, werden in den Dindsenchas, No. 44 und 111 (Revue Celtique 15) erwähnt. 🢀

  109. Vergleiche Triade 197. 🢀

  110. Vergleiche Triade 91. 🢀

  111. D.h. er hat nichts Hörenswertes gesagt. 🢀

  112. Siehe eine ähnliche Passage in Ancient Laws I, Seite 18, und in der Erzählung The Conversion of Loegaire to the Faith (Revue Celtique 4, Seite 165). 🢀

  113. D.h. “ungewiß, was ihnen geschehen wird”. 🢀

  114. Wörtlich: “Alphabet”. 🢀

  115. Diese Triade wurde von O'Grady in seinem Catalogue of Ir. MSS. in the British Museum, Seite 91 falsch gelesen und übersetzt (faiscre an Stelle von faisneis). 🢀

  116. “Die Kirche hat einen guten Magen,” Goethe, Faust. 🢀

  117. “Welche durch Vernachlässigung nicht sterben” Buch von Húi Maine. 🢀

CELT

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