Abstract
Die meisten von uns können sich erinnern, dass wir in der Schule zu einer bestimmten Gruppe gehören wollten und zugleich wussten, dass diese oder jene andere Gruppe zu vermeiden war. Seitdem haben wir wiederholt Gruppen gebildet und aufgelöst: Wenn man z.B. beginnt, sich regelmäßig mit anderen Personen für eine Weinverkostung zu treffen, hat man eine Gruppe gebildet. Und wenn man langsam das Interesse daran verliert und sich nicht mehr trifft, hat sich die Gruppe wieder aufgelöst. Obwohl daraus der Eindruck entstehen könnte, Gruppen und unsere etwaigen Mitgliedschaften seien letztlich nur ein flüchtiges Element unserer Existenz, so trifft dies im Allgemeinen wohl nicht zu. Sicherlich sind nicht alle Gruppen, denen wir zugehören, im gleichen Maße bedeutsam für uns. Allerdings scheinen ganz bestimmte Gruppen entscheidend für unsere Existenz zu sein –manchmal in so erheblichem Masse, dass unser Wohl und Wehe von dem Wohl und Wehe der jeweiligen Gruppe abhängt: Hat eine Familie Probleme, so haben alle ihre Mitglieder Probleme. Ist eine Familie froh, sind alle ihre Mitglieder froh.
| Original language | English (Ireland) |
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| Publication status | Published - 2017 |